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Samstag, 4. September 2010

Projekte

Afghanistan-Kabul

Gebäude der Deutschen Welthungerhilfe
In Afghanistan, einem Land, das ständig mit der Angst vor schweren Erdbeben lebt, hat der Förderverein IEP e.V. den Sitz der  Deutschen Welthungerhilfe in Kabul mit dem Erdbebenvorwarnsystem secty  lifePatron® TA ausgerüstet.  Zwei miteinander vernetzte Erdbebenmelder sind ständig im Einsatz und geben im Ernstfall optisch und akustisch mittels Sirenen Alarm.

                                                     

Unter Berücksichtigung der Statik des Gebäudes, ist ein Erdbebenmelder in dem Besprechungsraum an einer Betonstütze

                                          

und ein weiterer Erdbebenmelder an einer tragenden Wand, geschützt unterhalb der Treppe im Erdgeschoss des mehrstöckigen Gebäudes installiert worden. Die redundante Ausführung des Systems verringert die Gefahr eines Fehlalarms durch äußere nicht erdbebenbedingte Einwirkungen deutlich.

Das System arbeitet nun zuverlässig im Haus der Welthungerhilfe und warnt seine Bewohner und Besucher bei drohenden schweren Erdbeben vor der zerstörerischen S-Welle.

Das von der Deutschen Welthungerhilfe und dem Förderverein IEP e.V. gemeinsam getragene Projekt hat natürlich auch Politiker und Wissenschaftler des Landes hellhörig werden lassen. Um den interessierten afghanischen Vertreten aus Politik, Wissenschaft, der Organisationen „Malteser“ und „Caritas“ sowie Vertretern der Presse einen Überblick über die Erdbebenvorwarntechnik zu geben, hat man kurzfristig eine Präsentation im Haus der Welthungerhilfe organisiert.

Der Projektleiter, Jürgen Przybylak hat anschaulich mittels
moderner Kommunikationsmittel in die Thematik eingeführt und auch anhand praktischer Beispiele die Funktions- und Wirkungsweise des Systems erläutert.


So konnte zur Überraschung der meisten Anwesenden vor Ort anschaulich unter Beweis gestellt werden, dass selbst gravierende nicht erdbebenbedingte Schwingungseinflüsse,
erzeugt beispielsweise durch den hauseigenen Stromgenerator  und einen tief fliegenden Hubschrauber, keinen Fehlalarm erzeugen. Ein mit allen Beteiligten durchgeführter Erdbeben-Probealarm hat gezeigt, dass das Gebäude innerhalb von 8 Sekunden evakuiert war und damit anschaulich vor Augen geführt, dass selbst wenige Sekunden Vorwarnzeit genügen können, um Menschenleben zu retten.

Im Nachgang zu dieser Veranstaltung fanden die Zuhörer überwiegend nur positive Worte für das Erdbebenvorwarnsystem.